Auf einen Kaffee mit Dirk: Über die Kraft von Träumen
Jeder kennt den Ausspruch von Martin Luther King, Jr., der sich durch seine berühmte Rede vor mehr als 250.000 Demonstranten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung in Washington am 28.August 1963 gezogen hat: “I have a dream!”
Ihm wurde im Vorfeld von einem Berater abgeraten die Redewendung “Ich habe einen Traum” zu benutzen, weil es zu abgedroschen sei. Daher strich er diesen Satz im Vorfeld aus seinem Manuskript. Viele Zuschauer waren durch die Sommerhitze erschöpft, er war der 17. von 18 Rednern. Normalerweise gelang es King sehr schnell eine emotionale Beziehung zu seinem Publikum aufzubauen. Vor der Schlusspassage pausierte er, sortierte sich und holte Atem. Dabei rief ihm die zuvor aufgetretene Gospel-Sängerin Mahalia Jackson zweimal zu: „Erzähl ihnen von dem Traum, Martin!“
Für mich habe ich in der Rede, aber auch bei den Themen in der Vorbereitung viele Vergleiche zum Unternehmertum gesehen. King hat sich nicht seiner Stärken bewusst gemacht, sondern sich an Erwartungen aus seinem Umfeld gehalten. Als er sich wieder seiner Stärke besonnen hat, nämlich der Emotion, legte King sein Manuskript aus der Hand und setzte zum Schlussakt an und begann die nächste Passage mit: „Ich habe einen Traum!“ – um sich dann mit der Rede in die DNA der amerikanischen Geschichtsbücher zu brennen…
Über erfolgreiches Unternehmertum wiederum habe ich ein extrem spannendes Interview mit dem Virgin-Gründer Richard Branson gelesen: “Um eine Idee oder ein Produkt erfolgreich zu machen, sollte man sicherlich zu Beginn nach dem „Trial and error“-Prinzip verfahren, aber danach muss man sich darauf konzentrieren, das Konzept zu perfektionieren. Viel wichtiger als das ist aber der Glaube an das Produkt – davon braucht man sehr, sehr viel. Man muss sich selbst vertrauen und den Menschen um einen herum. Und vor allem: niemals die eigenen Träume aufgeben!”
Träume verbinden wir oft auch mit der Angst um das Scheitern. Meiner Meinung nach werden wir auch oft sozialisiert – in der Gesellschaft bekommt man weniger Zuspruch für Mut, Träume und Risikobereitschaft, sondern es wird eher Konformität belohnt.
Auf den Hinweis, dass viele Menschen Angst vor dem Scheitern haben, sagt Branson: “Als Unternehmer muss man sehr schnell lernen, dass es so etwas wie Scheitern nicht gibt. Wenn etwas nicht nach Plan läuft – das Geld wird knapp, das Geschäft läuft schlecht, muss man das als Herausforderung sehen, nicht als Scheitern.”
Nicht jeder von uns ist Unternehmer – ich glaube aber, dass in jedem von uns ein “unternehmerisches Mindset” schlummert. Wir brauchen Mut, wir brauchen Unternehmertum – und wir sollten versuchen, unsere Träume mit Leben zu füllen!
Lasst uns loslegen! Die Zukunft ist jetzt…
– Dirk