Auf einen Kaffee mit Dirk: Karriere muss zur individuellen Lebenssituation passen – hier meine Sicht…
In diesem Sommer konnte ich meine Energiespeicher auf Kreta wieder etwas aufladen, um dann nach den Sommerferien wieder voll durchzustarten.
Die letzte Woche hat mich dann aber bezüglich des Themas “Vereinbarkeit” wieder durchaus an meine Grenzen gebracht: Am Montag hatte mein Sohn die Einschulung auf seiner neuen Schule (Wechsel auf das Gymnasium), am Samstag folgte dann die Einschulung meiner Tochter in die Grundschule…
Also neben Kundencalls, Teamgesprächen, persönlichen Treffen noch zwei Feiern organisieren und natürlich auch Schultüten (plus Inhalt) besorgen.
Das Jonglieren dieser Themen ist mein Daily Business – manchmal anstrengend, aber Jammern hilft halt auch nicht.
Warum ich das schreibe: In den letzten Tagen hatte ich eine Diskussion darüber, ob eine klassische Karriere im Großunternehmen bis zu Spitze für jeden möglich wäre – und ich komme immer mehr zu der Überzeugung: Nein, manche Jobs sind mit manchen familiären Konstellationen nicht wirklich abbildbar, so hart es ist. Ich kann sehr klar sagen: Einige Anforderungen an Jobs könnte ich mit meiner Privatsituation gerade nicht covern. Nicht, weil die Unternehmen nicht wollen, sondern weil ich nicht jeden Job bedienen kann.
Das ist übrigens einer der vielen Gründe, warum ich mein eigenes Unternehmen mit meinem Co-Founder Sven gegründet habe: Ich kann selbst entscheiden, was ich organisieren kann und was nicht… Mal neben der Tatsache, dass ich es toll finde, unsere Mission mit Leben zu füllen!
In der Diskussion über Beruf und Karriere wird ein Thema immer mehr ausgeklammert: Vieles im Leben ist nicht nur mit Rechten, sondern auch oft mit Pflichten unterlegt. Mir erzählte kürzlich jemand, der sich beruflich verändern wollte, dass er bei einer Geschäftsführungsrolle auch einen Tag pro Monat (!!) im Office sein könne – mehr wäre aus seiner Erfahrung nicht nötig. Bei der “Zielfirma” wäre es um 100 Mitarbeiter gegangen. Oder die letztjährige Diskussion über die Bundesministerin Anne Spiegel, die mich damals genauso wie heute staunend zurücklässt, da das Thema “Pflichten” in ihrer Positionierung keinerlei Rolle gespielt hat (meine damaligen Gedanken nochmal hier).
Bei aller Offenheit gegenüber unseren individuellen Wünschen: Wir müssen einerseits aus der Arbeitgebersicht auf die individuelle Lebenssituation Rücksicht nehmen. Gleichzeitig muss bei mancher Arbeitnehmerforderung wieder “abgerüstet” werden. Ich kann mich – im Einvernehmen mit meinen Kollegen – mit meiner Situation gut arrangieren, aber nicht jedem Wunsch muss nachgekommen werden. Es muss halt beidseitig passen…
Daher: Welches Karrieremodell passt am besten zu Deiner aktuellen Lebenssituation? Gerne unterstützen wir Dich, den passenden Weg zu finden!
– Dirk