Auf einen Kaffee mit Dirk: Über unsere aktuellen Erfolgsgeschichten & eine Markteinschätzung
Aktuell werden wir im Executive Search sehr häufig nach unserer Markteinschätzung gefragt – daher möchte ich ein kurzes Update geben. Grundsätzlich spüren wir viel Verunsicherung im Markt – einerseits haben Unternehmen einige Herausforderungen vor der Brust, sowohl im Bereich Projektarbeit als auch bei festen Rollen. Andererseits merken wir aber, dass die Unternehmen gerade nicht sehr entscheidungsfreudig sind und oft noch eine extra Schleife gedreht werden muss. Grundsätzlich unterscheiden wir stark in verschiedene Arten von Kunden: Die Großunternehmen, die StartUp’s/ScaleUp’s, die Beratungen und die Beteiligungsgesellschaften.
Sehr positiv läuft es für uns im Executive Search aktuell mit unseren Private Equity-Kunden: Vermutlich können wir hier bestehendes Vertrauen ausspielen, daher konnten wir hier in den letzten Wochen einige hochspannende Rollen besetzen: Vom Chief Procurement Officer eines Portfoliounternehmens über eine Managing Director-Rolle in der Operations-Tochter eines PEs bis zu einem klassischen Investment Analyst.
Bei den StartUp’s merken wir, dass hier viel Druck im Markt ist: Es wird mehr auf Kosten geschaut, der Finanzierungsmarkt liegt am Boden. Hier sind die Anfragen wirklich deutlich zurückgegangen. Und gleichzeitig sind viele Personen gerade im Markt, die trotz fehlendem Job eine sehr hohe Anspruchshaltung entwickelt haben, sowohl bei dem Thema, wo die Arbeit stattfindet, als auch bei der Kompensation. Hier ist es oft schwer, zwischen „Spieler“ und „Verein“ erfolgreich zu vermitteln…
Bei den Beratungen haben wir eher den Eindruck, dass viele unserer Mitglieder sich keine feste Rolle (mehr) in der Beratung vorstellen können, gleichzeitig aber auch die Nachfrage nach freiberuflichen Beratern spürbar zurückgegangen ist.
Naja, und die Großunternehmen… Trotz meiner lange zurückliegenden Marathonerfahrungen: Uns fehlt etwas die Ausdauer mit den Konzernen Rahmenverträge zu verhandeln, da unsere Ansprechpartner oftmals sehr selbstüberzeugt sind und uns gleichzeitig vierjährige Ausschreibungsrituale nicht wirklich an diesen Topf locken.
Was aber gut funktioniert: Durch unser Weiterempfehlungsmodell haben wir bei vier der letzten fünf Projekte eine Empfehlungsprovision ausgekehrt, eine war sogar 5-stellig…