Auf einen Kaffee mit Dirk: Warum Ehrenamt cool ist…
Eine der größten Errungenschaften der heutigen Zeit ist meines Erachtens die “Zivilgesellschaft”, oder auch “Bürgergesellschaft”. Ehrenamt, um im Gemeinwohlinteresse unsere Demokratie zu stärken.
Im Sinne von John F. Kennedy: “Und deshalb, meine geschätzten Mitbürger: Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt. Meine Mitbürger in der ganzen Welt: Fragt nicht, was unser Land für euch tun wird, sondern fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.”
Aktuell diskutieren wir viel darüber, dass die Demokratie geschützt werden müsse. Meines Erachtens brauchen wir allerdings weitaus weniger “Demokratieförderung”, sondern mehr Demokraten, die die Demokratie fördern… Hier gilt eigentlich das grundgesetzliche Leitbild einer auf Offenheit und Eigenverantwortlichkeit basierenden Gesellschaft, welche nicht durch Gesetzgebung unterstützt werden muss.
Ich möchte diese Kolumne nutzen, um für mehr Ehrenamt zu werben. Seit meiner Jugend bedeutet mir Ehrenamt viel – sowohl um mich persönlich weiterzuentwickeln, aber auch um andere Menschen zu unterstützen. Hier habe ich immer versucht, eine gute Mischung zu finden – zum Beispiel meine (ehrenamtliche) politische Karriere, die mich bis in den Kreisvorstand einer politischen Nachwuchsorganisation geführt hat, sowie parallel als Betreuer bei Jugendgruppenreisen für sozial schwache Kinder für den Stadtjugendring meiner Heimatstadt.
Heutzutage bin ich aktiv bei verschiedenen Initiativen: Zum Beispiel bei MentorMe (Mentoring-Programm für Frauen), bei den Berliner Schulpaten (Berufspräsentation für Berliner Grundschulkinder in Brennpunktschulen) und bald wieder werde ich Auswahljuror für das Stipendiatenprogramm der Stiftung der Deutschen Wirtschaft sein. Mich hat bei der SDW das Leitbild begeistert, auch weil ich einige Parallelen zur Rainmaker Society sehe: “Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der alle jungen Menschen ihr Potenzial ausschöpfen können. Als Bildungsstiftung der deutschen Wirtschaft fördern wir junge Menschen, die etwas erreichen wollen. Für ihre Zukunft machen wir uns stark – und damit für eine chancengerechte Gesellschaft!”
Ich mache die Aktivitäten natürlich auch für mich, weil mich die Perspektiven anderer Menschen weiterbringen – ich möchte aber auch dafür werben, dass wir als Leistungsträger Verantwortung für die Gesellschaft und für andere Menschen haben bzw. übernehmen sollten.
Und natürlich gibt es komplett unterschiedliche Themen, bei denen ich bei jeder einzelnen Aktivität den Hut ziehe: So geht meine geschätzte Kollegin Viktoria Daumke regelmäßig in ein Berliner Altenheim, während unser Beirat Stephan Wenn der Coach des Fußballvereins “Jugendsport Wenau” (Menschen mit Handicap). Jeder Jeck ist anders…
In diesem Sinne: Machen ist wie Wollen, nur krasser!
– Dirk