Auf einen Kaffee mit Dirk: Meine Beobachtungen über Social Media
An dieser Stelle habe ich schon einige Male über Performance geschrieben. Ich möchte mich heute etwas kürzer halten als sonst, da ich gleich spontan einen guten Bekannten treffe. Er ist CEO bei einem relativ großen Medienunternehmen – sein letzter Post auf Linkedin liegt mehr als 10 Monate zurück. Vermutlich musste er das tun, um das Employer Branding zu verbessern, bzw. wurde er von irgendwem dringlich angehalten, aktiver zu sein. Er scheint für seinen beruflichen Erfolg nicht den Endorphin-Turbo Linkedin zu benötigen, er ist hier übrigens kein Einzelfall: Je erfolgreicher eine Person in meinem Netzwerk ist, um so weniger postet sie auf Linkedin.
Ich habe vor meiner Linkedin-Abstinenz fröhlich kommentiert, fast täglich gepostet und war durchaus aktiv… Meine Währung waren Likes und ich habe mich durchaus über positives Feedback gefreut, da es mein Ego gestreichelt hat. Auch ein Dirk braucht Liebe!
Jetzt habe ich die letzten Tage etwas aufmerksamer Linkedin “studiert”. Ich gewinne mittlerweile bei einem Großteil der Beiträge den Eindruck, dass ChatGPT wirklich intensiv genutzt wird. Nicht, um die Produktivität von Unternehmen zu steigern, sondern um die eigene Profilierung zu optimieren.
Ich werde mich jetzt zukünftig noch mehr zurückhalten, da ich es mittlerweile ehrlicherweise als unerträglich empfinde, wie viele Thought Leader aus dem Boden spriessen und mir Content vorsetzen, der aus der Feder eines Computers entstammt…
Von einem Geschäftspartner hörte ich einen Quote, der eigentlich in einem Satz beschreibt, was heute mit Social Media falsch läuft: “Nicht mehr das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht.”
Belasse ich es heute bei diesem kurzen Ausflug – ich will jetzt Business machen und muss los zum Kaffeetrinken!
Und lasst uns wieder echte Performance in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken!
In diesem Sinne: LET. IT. RAIN.
– Dirk