Auf einen Kaffee mit Dirk: Jetzt aber - KI wird unsere Arbeit dramatisch verändern…
Ein neues Jahr liegt vor uns – und so mannigfaltig die aktuellen Herausforderungen sind, beschäftige ich mich beruflich mit einem Thema wirklich überdurchschnittlich: Künstliche Intelligent bzw, “Artificial Intelligence”. Während wir in den letzten Jahren oft noch über das „Ob“ und „Wann“ von Künstlicher Intelligenz diskutiert haben, ist 2026 das Jahr des „Wie“.
Während in meinem Umfeld viele noch mit Künstlicher Intelligenz experimentieren, integrieren es andere meiner Bekannten bereits aktiv in den Arbeits- und auch in den Investmentalltag. Die KI ist nicht mehr nur ein Tool in einem Browser-Tab, sondern wird zum unsichtbaren Betriebssystem unseres Arbeitsalltags.
Was sich 2026 konkret verändert:
- Vom Chatbot zum KI-Agenten: Wir verabschieden uns vom einfachen „Frage-Antwort-Spiel“. In diesem Jahr begleiten uns autonome Agenten, die proaktiv mitdenken – sie priorisieren unsere E-Mails, bereiten Meetings kontextbezogen vor und agieren wie digitale Teammitglieder, die uns Routineaufgaben abnehmen.
- Menschlichkeit als neue Superkraft: Je mehr Standardaufgaben von KI übernommen werden, desto wertvoller wird das, was sie nicht kann: Empathie, kritisches Urteilsvermögen und komplexe Problemlösung in sozialen Kontexten. Wir gewinnen Zeit zurück – Zeit für echte Strategie, Nachdenken und menschliche Interaktion.
- Der “EU AI Act” wird Realität: Das Gesetz ordnet die Anwendungen von KI drei Risikokategorien zu. Erstens werden Anwendungen und Systeme verboten, die ein inakzeptables Risiko darstellen, wie z. B. ein staatlich betriebenes Social Scoring, wie es in China eingesetzt wird. Zweitens unterliegen Anwendungen mit hohem Risiko, wie z. B. Tools zum Scannen von Lebensläufen, das eine Rangfolge von Bewerbern erstellt, besonderen rechtlichen Anforderungen. Anwendungen, die nicht ausdrücklich verboten oder als risikoreich eingestuft sind, bleiben weitgehend unreguliert. Hier zum Beispiel mehr zu den Folgen im Recruiting…
Unsere Mission für das neue Jahr:
Wir wollen die neue Technologie nicht nur nutzen, sondern sie in unsere Arbeit aktiv einbauen. Das bedeutet:
- Lernbereitschaft: Wir investieren in unser „KI-Know-how“, um die neuen Werkzeuge zu verstehen und in unseren Arbeitsalltag noch mehr zu integrieren.
- Experimentierfreude: Wir testen neue Workflows und entwickeln für uns Best Practices.
- Fokus auf das Wesentliche: Wir nutzen die gewonnene Effizienz, um uns auf die Projekte zu konzentrieren, die für uns wirklich einen Unterschied machen.
Im eigenen Team führen wir über den “richtigen” bzw. angemessenen Einsatz einige Diskussionen: Einige von uns integrieren Gemini oder ChatGPT stark in die Arbeit, während andere Kollegen KI-Tools scheuen wie der Teufel das Weihwasser, ich glaube, dass eine der größten zukünftigen Herausforderungen übrigens der Umgang insbesondere von jüngeren Kollegen mit KI sein wird: Dadurch das “Eigenrecherche” nicht mehr gelernt wurde, und bereits einfachste Tätigkeiten an KI delegiert werden, wird meiner Meinung nach die Fähigkeit fehlen, Daten und Ergebnisse zu kuratieren, aufzuwerten und einzuordnen. Insbesondere kritisches Denken und eigenständige Problemlösungsfähigkeiten werden methodisch nicht gut ausgebildet und ich glaube auch, dass es leichter sein wird, Entscheidungen durch manipulierte Daten zu beeinflussen, weil es eine extrem hohe “Ergebnisgläubigkeit” gibt. Die steigende Abhängigkeit von gewissen Tools wird auch große Herausforderungen im Bereich Mediennutzung mit sich bringen. Medienkompetenz muss dringend stärker auf die Lehrpläne…
Die Arbeitswelt 2026 wird zukünftig nicht durch Algorithmen bestimmt, sondern durch die Menschen, die sie bedienen, die aber auch die Ergebnisse der KI verstehen, einordnen und interpretieren können. Lasst uns dieses Jahr nutzen, um das Potenzial von KI in echte Wirkung zu verwandeln!
Ich habe mir fest vorgenommen, hier aktiv Zeit in das Thema zu investieren, um mich massiv aufzuschlauen – und das in unsere Arbeit intensiv zu integrieren.
Let. It. Rain.
– Dirk